In diesem Kapitel wird sich alles um das Ohmsche Gesetz drehen. Benannt wurde diese Gesetzmäßigkeit nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm. Er erkannte erstmals die folgenden Zusammenhänge:

  1. Der elektrische Strom nimmt im gleichen Maße zu wie die Spannung. Je größer die Spannung, um so größer der Strom.
  2. Bei gleicher Spannung verhält sich der Strom umgekehrt wie der Widerstand. Bei doppelten Widerstand fließt nur der halbe Strom.

Diese Erkenntnisse faßte Ohm zu einer Formel zusammen:
Ohmsches Gesetz

Und durch Umstellung der Formel kann man die jeweils dritte Größe berechnen, wenn zwei Größen bekannt sind:
I=U/R (Berechnung des elektrischen Stroms)
R=U/I (Berechnung des elektrischen Widerstands)
U=I*R (Berechnung der elektrischen Spannung)

Am Ende des vorherigen Kapitels habe ich die Berechnung des Stromflußes in Aussicht gestellt. Mit Hilfe des Wissens aus diesem Kapitel können wir nun auch einmal ein Beispiel durchrechnen.

Sehen wir uns dazu den folgenden Schaltplan an:
 

Nehmen wir an, daß der Widerstand einen Wert von 100 Ohm besitzt. Mit dem Multimeter (in Voltstellung) messen wir am Widerstand eine Spannung von 2 Volt.

Jetzt nehmen wir uns die obige Formel:
Ohmsches Gesetz

und setzen die bekannten Werte ein:

Als Ergebnis erhalten wir den Wert des elektrischen Stroms. Oder anders ausgedrückt: In dieser Schaltung fließt ein Strom von 0.02 A.