In diesem Kapitel wollen wir schon wieder ein neues IC kennenlernen. Es beinhaltet in seinem Inneren einen kompletten BCD-Zähler sowie zwei NAND-Gatter-Eingänge (MR1 und MR2), um den Zählerstand schon vor erreichen von "1111" zurücksetzen zu können. Es zählt normalerweise von dezimal 0 bis 15. Mit Hilfe des NAND-Gatters kann man aber auch den Zählumfang auf dezimal 0 bis 9 beschränken.
Die Versorgungsspannung bei diesem IC darf zwischen 4.75 und 5.25 Volt (typisch 5.0 Volt) liegen. Wir benötigen dafür also eine stabilisierte 5 Volt-Spannung.

 
An CP0 kommt der Impulsgenerator aus dem vorherigen Kapitel, allerdings betreiben wir ihn diesmal mit 5 Volt. CP1 wird mit Q0 verbunden, MR1 mit Q3 und MR2 mit Q1. Auf diese Weise zählt das IC von 0 bis 9.
An Pin 14 kommt die Versorgungsspannung (+5 V) und an Pin 7 wird Masse angeschlossen. An die Pins, die mit "NC" gekennzeichnet sind, wird nichts angeschlossen (NC=Not Connected).
Die Ausgänge Q0 bis Q3 ergeben dann den BCD-Code. Hier könnte zum Beispiel ein BCD zu 7-Segment-Decoder-IC (SN74LS47) angeschlossen werden. Siehe dazu den Beispiel-Schaltplan hier unten auf der Seite.


 
Schaltplan eines BCD-Zählers, der ständig von 0 bis 9 zählt. Bei 9 angekommen, wird das IC auf 0 zurückgesetzt.
Der Zähler kann mit dem Schalter "S" gestartet und gestoppt werden. Die Zählfrequenz hängt von der Dimensionierung von R1, R2 und C ab, aber das hatten wir ja bereits im letzten Kapitel.