Bei einem Potentiometer (kurz: Poti) handelt es sich auch um einen Widerstand. Mit dem entscheidenen Unterschied, daß man den Widerstandswert beliebig verändern kann.
Ein Poti besitzt in der Regel drei Anschlüsse. Zwischen den beiden äußeren Anschlüssen gibt es eine Widerstandsbahn, die von einem Ende zum anderen den aufgedruckten Widerstandswert aufweist. Der mittlere Anschluß ist mit einem Schleifer verbunden, der auf dieser Bahn aufsetzt und durch den Dreh- bzw. Schiebe-Regler verändert wird. So kann man am mittleren Anschluß einen, durch die Drehbewegung, veränderten Widerstandswert abgreifen.

Auf dem Bild seht ihr verschiedene Potis. Ganz oben ein normales Poti, darunter ein sogenanntes Stereo-Poti (zwei Potis hintereinander) und ganz unten ein Schiebe-Poti, wie es beispielsweise in Mischpulten eingesetzt wird.

Es gibt diese Potis aber auch in zwei verschiedenen Widerstands-Varianten. Die eine, man bezeichnet sie auch als Linear-Typ (Abk.: Lin.), verändert den Widerstandswert konstant ansteigend, während bei der anderen Variante, dem Logarithmischen Typ (Abk.: Log.), die Widerstandskurve einer mathematischen Funktion folgt.
Auf dem folgenden Bild seht ihr beide Widerstandskurven. Sie beginnen und enden an demselben Punkt, aber der Widerstandsverlauf ist doch so unterschiedlich.
Poti Lin/Log
Da stellt man sich die Frage: Warum gibt es diese Unterschiede?
Nun, es gibt Anwendungsbereiche, wo logarithmische Potis deutliche Vorteile haben. Zum Beispiel beim Lautstärkeregler eines Audio-Verstärkers, denn dieser Logarithmus entspricht viel eher dem Lautstärke-Empfinden des menschlichen Ohres.
Beim Balance-Regler hingegen nimmt man eher einen linearen Typ, um ein konstantes Überblenden zu gewährleisten.

Aber auch als Abgleich- oder Nullstell-Poti kann ein logarithmisches Poti Vorteile haben, wenn man dabei den ersten Bereich benutzt, denn dort ändert sich der Widerstandswert nur sehr wenig und man hat somit eine sehr feinfühlige Einstellmöglichkeit.

Der jeweilige Poti-Typ bestimmt also im Wesentlichen auch die Bedienbarkeit der Schaltung und wir müssen folgerichtig darauf achten, das richtige Poti einzusetzen. Wird in einer Schaltung keine Angabe zum Poti-Typ gemacht, so kann man von einem linearen Typ ausgehen. Man sollte aber vorher mal einen Blick auf die Bauteile-Liste werfen, eventuell steht dort, ob es ein lineares oder ein logarithmisches Poti sein soll.