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Hier auf dem Bild seht ihr einige Elkos. Die unterschiedlichen Baugrößen sind auf die unterschiedliche Kapazität oder Spannungsfestigkeit zurückzuführen. Es gibt Elkos in zwei verschiedenen Varianten. Zum einen mit axialen Anschlüssen (die beiden oberen) und zum anderen mit radialen Anschlüssen (die drei unteren).
Kommen wir nun zum Verhalten eines Elkos, wenn er in einen Stromkreis eingebaut wird.
Wenn ein Elko parallel zu einer Spannungsquelle geschaltet wird, so beträgt seine eigene Spannung zunächst 0 Volt. In diesem Augenblick ist die Differenz zwischen seiner Spannung und der der Spannungsquelle am größten. Der Kondensator wirkt wie ein Kurzschluß. Es fließt der größtmögliche Strom - begrenzt nur durch den Innenwiderstand der Spannungsquelle und dem Widerstand der Zuleitungen. Mit der Zeit (abhängig von der Kapazität des Kondensators) steigt die Kondensatorspannung an und die Spannungsdifferenz wird immer kleiner. Das aber bedeutet, daß (bei gleichbleibenden Widerstand und abnehmender Spannungsdifferenz) der Strom ebenfalls abnimmt (Ohmsches Gesetz). Die Zeit, die zum Aufladen des Kondensators benötigt wird, läßt sich anhand einer Formel berechnen: Die Zeitkonstante gibt den Zeitabschnitt an, in der die Kondensatorspannung auf etwa zwei Drittel ihres Höchstwertes angestiegen ist. Die Zeitkurve ist aber nicht linear, sondern folgt einer mathematischen Gesetzmäßigkeit. Sie steigt anfangs stark an und fällt dann immer mehr ab. Das führt dazu, daß der Ladestrom theoretisch nie ganz Null wird. Man betrachtet deshalb den Ladevorgang als beendet, wenn der Wert des Ladestroms auf unter 1% abgesunken ist. Das ist nach etwa 5 Zeitkonstanten (5 * t) der Fall. Erst dann hat der Kondensator seine höchste Spannung erreicht. |